Zu feine Fädellöcher?

von Klaus Weissenberg am 20. August 2013

Es gibt Perlen, die haben sehr, sehr kleine Fädellöcher. Vor allem bei Zuchtperlen und Edelsteinperlen macht das auch durchaus Sinn und bereitet keine Probleme, wenn mit ihnen bspw. eine Kette gefädelt werden soll, denn es gibt z.B. von Griffin schon Juwelierdraht ab einer Stärke von 0,25 mm, der dank seiner 19 Litzen trotzdem sehr stabil und reißfest ist. Ärgerlich kann es allerdings werden, wenn mit übrig gebliebenen Perlen noch Ohrringe oder kleine Anhänger gefertigt werden sollen und Nietstifte mit einer herkömmlichen Stärke von 0,6 mm partout nicht durch das Fädelloch wollen. Sicher, es gibt auch sehr sehr feine Nietstifte, sollte man jedoch keine zur Hand haben, so bietet es sich an, Modellierdraht zu verwenden. Es handelt sich um versilberten Kupferdraht, der schon ab einer Stärke von 0,25 mm angeboten wird. Er ist leicht biegsam und läßt sich dadurch auch knoten. Ich hatte neulich das Problem mit kleinen weißen Süßwasserperlen, die als kleine Baumler noch an ein Paar Ohrringe befestigt werden sollten. Ich habe sie auf den Modellierdraht gefädelt und auf einer Seite mit einem winzigen Knoten fixiert, der mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar ist. Auf der anderen Seite wurde der Modellierdraht mit Hilfe einer Rundzange zu einer Öse geformt und dann mehrmals um sich selbst geschlungen.

11346-amethyst

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