Unser Goldstück!

von Klaus Weissenberg am 18. August 2012

Mitten in unserem Angebot hat sich ein „Goldstück“ versteckt. Sie wundern sich, was es damit auf sich hat? Es ist ein Hund und es ist ein Eurasier!

Und er ist unser wahres Goldstück.

Aus der Freude an Hunden motiviert führen wir auch einige Schmuckstücke, die Hunde symbolisieren, unter anderem Cloisonne Perlen in verschiedenen Farben wie  hier in der Farbe blau , in Farbe rot, in  hellgrün oder in türkis . Ein ganz aus echtem Sterling 925er Silber gefertigter Hund ist hier zu finden.

Und besonders hübsch finden wir die Mops-Anhänger: einen kleinen und einen großen Mops!

Zurück zu unserem echten Hund „Aristocrate“, das klingt hochtrabend und sehr blaublütig, wir nennen ihn aber ganz profan nur immer „Aristo“ oder liebevoll schwäbisch „Gröschtele“. Sein wirklicher Spitzname ist jedoch „Büffelchen“, denn das charakterisiert ihn am besten. Das Büffelchen ist sehr verschmust und uns sehr zugetan, im Haus verhält er sich ruhig und unauffällig, ist ganz entspannt, aber draußen ist er verspielt und lebhaft. Er lernt sehr schnell und gut, er „arbeitet“ gerne. Gerade letzteres ist für uns sehr wichtig, da wir mit ihm Agility machen.

Blitzschnell hat er alle Geräte gelernt und läßt sich leicht durch einen Parcours führen, oftmals gleicht er die eklatanten Führfehler seiner zweibeinigen Teamkollegen aus, denn es gilt der Agility-Grundsatz Nr. 1: Fehler gehen ausschließlich zu Lasten des Hundeführers!

Obwohl die Rasse EURASIER gerne als Familienhund angepriesen wird, tendiert er eher zum Einmannhund, vertraut seinen beiden großen Hundeführern ganz und gar. Er ist nicht ausgesprochen kinderlieb, d.h. er ignoriert Kinder im allgemeinen, außer, sie arbeiten mit ihm und belohnen ihn mit Leckerchen, dann fängt er so nach und nach an, sie zu kennen; Fremden gegenüber ist er reserviert. Trotz seiner einladenden Kuschelmähne möchte er nicht von ihm unbekannten Menschen gestreichelt werden. Nett ist es, wenn uns Kinder fragen: „Ist das da ein Löwenhund?“.

Tatsächlich sind Eurasier aus Samojeden, Wolfspitzen und eben auch ChowChows in den letzten 50 Jahren erzüchtet worden, sie können also noch nicht ganz auf wirklich blaues Blut zurückblicken, aber wenigstens ist Aristos Zunge noch (fast) blau, wie es der ChowChow als Rassemerkmal zeigt. Letztere heißen ja tatsächlich Löwenhunde und sind für den ab und an sturen und rätselhaften Charakter der Eurasier verantwortlich. Die freundlichen Samojeden haben dem Eurasier sein sanftes Wesen und Lächeln geschenkt, aber leider auch seine Jagdleidenschaft. Laut Rassebeschreibung gehören Eurasier zu den eher jagdunlustigen Hunderassen, tatsächlich kenne ich solche Eurasier nur vom Hörensagen, alle anderen jagen sowohl auf Spur als auch auf Sicht.

Der Eurasier gehört zu den „nordischen“ Hunden, denen viel Selbständigkeit bei der Jagd zugebilligt wurde und dies läßt sich einfach nicht verleugnen. Diese große Selbständigkeit sollte man auch in ihrer Erziehung beachten; man wird einem Eurasier kein guter Hundeführer sein, wenn man ihn hart anfaßt. Der Eurasier kann ein wundervoller Gefährte sein, wenn er Vertrauen und Zuneigung aufbaut, die man sich nicht durch körperliche Strafen oder Geschrei verscherzen sollte. Trotzdem muss er natürlich auch ausgebildet werden, und zwar allein durch positive Verstärkung ohne aversive Methoden, die allenfalls Meideverhalten begünstigen. Bei einem wirklich nicht zu tolerierenden Verhalten von Aristo unterwirft er sich sofort, wenn er stimmlich etwas härter „angefaßt“ wird, ein etwas knurriges „Nein!“ reicht meistens aus, außer die Jagdleidenschaft hat ihn gepackt. Aber auch dieses Problem hatten wir erfolgreich bei Einar, Aristos großem früheren Konkurrenten, durch Schleppleinenausbildung in den Griff bekommen; im Moment wird auch Aristo mit einer 12 Meter langen Biothane-Leine einem Anti-Jagd-Training unterworfen.

Und ja, man kann und soll und muss Eurasier ausbilden, auch wenn da lange Zeit eine etwas altmodische Meinung herrschte, die besagte, dass diese „instinktsichere“ Rasse nichts auf einem Hundeplatz oder Hundeschule zu suchen hätte. Zwar sind Eurasier keine besonders triebstarken Hunde und können es auch nicht mit dem Arbeitswillen eines Hütehundes aufnehmen, aber sie sind mit Geduld und Liebe gut ausbildbar zu einem sicheren Begleithund und haben auch viel Spaß am Hundesport wie Agility. Natürlich werden sie einen Parcours niemals so schnell wie ein Border Collie oder Sheltie bewältigen, doch dafür sind sie sehr gut führbar und absolvieren die meisten Läufe fehlerfrei, so dass man gute Chancen auf die ersten Plätze hat. Es ist einfach schön, wenn man gemeinsam mit dem Hund ein Team bildet und zusammen die Freizeit gestaltet.

Mit unseren Katzen beweist Aristo viel Geduld, er ignoriert sie stoisch, auch wenn sie ihn schmusend bedrängen und ihm ein Köpfchen nach dem anderen verabreichen. Richtig sauer wird er nur, wenn kleine Hunde kläffend am Haus vorbei geführt werden. Der ChowChow in den Eurasiern vergißt nichts und auf Dauer wird er es jedem kleinen Kläffer heimzahlen, so er kann oder man ihn läßt. Außerdem ist er ein hervorragender Wachhund.

Für uns ist Aristo tatsächlich ein wahres Goldstück!

Unser wahres Goldstueck ist ein Hund!

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