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Fluoritperlen – von zauberhafter Schönheit!

von Klaus Weissenberg am 23. April 2013

 

Fluorit ist auch als Flußspat bekannt und gehört zu den sehr häufig vorkommenden Mineralien. In reiner Form ist er durchsichtig bis grau, doch durch das Einlagern verschiedener Erden gibt e10071-fluorits ihn in vielen unterschiedlichen Farbvarietäten. Er war bereits im antiken Ägypten und Griechenland bekannt, aber auch in China existieren schon seit Jahrhunderten kleine Kunstwerke, die aus dem Edelstein gefertigt wurden.

Fluorit kann gelb, hellgrün, lila, dunkelgrün sowie hell- und dunkelblau gefärbt sein. Besonders schöne Steine vereinen mehrere Farben miteinander, sie sind gebändert, man nennt sie oft Regenbogenfluorit. Unter Kunstlicht kann die Farbe des Steins anders erscheinen und sich verändern. Manche Fluorite entfalten beim Betrachten im Sonnenlicht einen wahren Regenbogen und einen unvergleichlichen Schimmer, wenn die kristalline Struktur sich im Licht bricht. So wie man bei den Opalen von einer Opaleszenz spricht, gibt es auch die Fluoreszenz beim Fluorit, welche vor allem bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht gut beobachtbar ist.

Fluorit wird weltweit abgebaut, der größte Abbau wird jedoch in Mexiko betrieben, aufgrund der großen wirtschaftlichen Bedeutung. Desweiteren findet man ihn in USA, Indien, China, Südafrika, Namibia und Kenia und auch in Europa. So ist der Stein in England als Blue John bekannt und wird dort in größerem Umfang in Castleton in Derbyshire gewonnen und vor allem als Schmuckstein ve4205rarbeitet. Obwohl Fluorit auch oftmals blau eingefärbt wird, sind die Steine aus England natürlich blau gefärbt und wahre kleine Schönheiten. Aber auch in Deutschland, z.B. im Schwarzwald, Harz und Vogtland und in der Nähe der Schmuckstadt Pforzheim sowie im Thüringer Wald finden sich Lagerstätten.

Fluorit hat neben der vor allem für uns relevanten Bedeutung als Schmuckstein aber auch eine tragende Rolle als Rohstofflieferant, so wird bspw. aus Säurespat Fluor und Flussäure gewonnen, auch für die optische Industrie ist Flurorit, der allerdings spezielle gezüchtet wird, von elementarer Bedeutung. Als Schmuckstein findet man ihn nur selten in facettierter Form, da  der Flurorit zu den eher weichen Edelsteinen zählt, die auch sehr leicht spaltbar sind, d.h. der Stein ist relativ empfindlich bei der Verarbeitung.

Die abgebildete Halskette zählt eindeutig zu unseren Lieblingsstücken, weil die vorherrschend minzgrüne Farbe der Edelsteinperlen einfach wunderbar schön ist und perfekt zu dem vergoldetem Schmuckzubehör paßt. Verwendet wurden kugelförmige Fluoritperlen, die den stattlichen Durchmesser von 16 mm haben. Genau richtig, um sich an den intensiven Farben zu erfreuen, aber noch klein genug, um die Trägerin des Schmuckstücks nicht unnötig d11079a-fluoriturch die Schwere der verwendeten Steine zu belasten. An manchen Stellen wirken die Perlen als ob ein Spalt ihre Schönheit belasten würden, doch genau dies sind die Stellen, an denen sich das Licht bricht und ein wunderbares Feuerwerk der Farben entflammt. Um jede einzelne Perle besser zur Geltung zu bringen, wurde zwischen die Perlen kleine gebogene Spacer gefädelt, die zugleich des Gesamtdesign auflockern. Da die Fluoritperlen schon genug gestalterischen Einfluss durch ihre unterschiedliche Färbung nehmen, wurde als Eyecatcher nur eine einzelne, vergoldete Silberperle eingefügt; eine Spirale, die mit ihrer ungewöhnlichen Form die Regelmäßigkeit der Kugeln aufbricht und einen sehr hübschen Kontrapunkt setzt.

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