Faszination Labradorit Schmuck und Schmuckzubehör

von Klaus Weissenberg am 19. November 2012

Die Beliebtheit des Schmucksteins, welchen es in vielen Farbvarianten gibt und der eine weiße, graue, oder schwarze Grundfarbe aufweist, ist auf sein typisches Schillern zurückzuführen, welches man „labradorisieren“ nennt. Die Labradoreszenz ist das Ergbnis von Lichteinfall, in dem Fall Spiegelung, und Interferenzerscheinung. Das Schillern reicht zumeist von Mitternachtsblau zu intensivem Türkis, von Gold zu Oliv, auch Violett und Orange sind häufig anzutreffen. Manchmal zieht sich ein ganzer Regenbogen über den Stein, dann wird er auch oft als Spektrolith bezeichnet. Interessanterweise kommen Spektrolithe besonders häufig aus Finnland und die Vorkommen sind dort erst seit dem 20. Jahrhundert bekannt.  Gerade dieses eindrucksvolle Farbspiel macht ihn als Schmuckstein so besonders, denn bei Bewegung scheinen die Farben zu fließen, ja regelrecht zu explodieren, es kommt „Leben“ in das Schmuckstück.

Die weiße Variante des Labradorits wird als Regenbogenmondstein bezeichnet, da der blaue Schimmer an den den edlen Mondstein erinnert. In dieser Färbung erscheint der Stein oft milchig-trübe, doch besitzt er ein unvergleichlich schönes Hellblau, welches geradezu überirdisch anmutet.

Kein Wunder also, dass Labradoritschmuck sich größter Beliebtheit erfreut, jeder Stein ist in seiner Färbung sehr individuell, besitzt ein ihm eigenes charakterisches Farbspiel, dessen Faszination man sich nur schwer zu entziehen vermag. Ideale Voraussetzungen, die erklären, weshalb der Stein rasch und gründlich seinen Siegeszug in die Welt des Schmucks und des Schmuckzubehörs gefunden hat.

Benannt wurde der Stein nach seinem ersten Fundort Labrador, einem kanadischen Bundesstaat. Dort entdeckte ihn ein tschechischer Missionar im Jahre 1770. Allerdings sind heutzutage viele Fundorte bekannt: Labradorit wird vorwiegend in Kanada, der Ukraine, Madagaskar und Skandinavien abgebaut. Er ist aber auch in zahlreichen Labradorit Armbandanderen Ländern wie China, Australien, USA, Paraguay, Indien und Iran zu finden. Man findet ihn sogar in der Eifel und in fränkischen Landstrichen in Deutschland, während die Österreicher rund um Graz und im Mostviertel auf die schillernde Schönheit treffen können.

Neben seiner Bedeutung als Schmuckstein findet er auch oft Anwendung als Heilstein, zumeist wird er dann als gebohrter Trommelstein um den Hals getragen, so dass Körperkontakt gewährleistet ist.

Der Labradorit will pfleglich behandelt werden, denn er verträgt Hitze nur sehr schlecht und reagiert auf Säuren, Laugen und galvanische Bäder sehr empfindlich. Man sollte seinen Schmuck beim Putzen oder langem Kontakt mit Wasser besser ablegen. , aber dies gilt ohnehin für allen Schmuck mit Edelsteinen. Wurde der Stein zusammen mit Silber verarbeitet, empfiehlt es sich ihn dunkel und luftundurchlässig aufzubewahren damit das Silber nicht anläuft. Sollte dies doch geschehen, dann sollte der Schmuck vorsichtig mit einem Silbertuch gereinigt werden, aber keinesfalls in ein Silberbad gehängt werden. Auch das Auskochen mit Alufolie und Salz sowie Ultraschallbäder sollten unbedingt vermieden werden. Vermeintliche „Risse“ des Stein sind typisch und erzeugen das spezielle Labradorisieren, sie stellen also kein Qualitätsmangel dar.Edelsteinperlen aus Labradorit

Man kann bei uns Ketten, Armbänder, Ringe und Ohrringe erwerben, in welcher der Stein in 925-Sterlingsilber gefaßt ist oder als Edelsteinperlen in Strängen. Die Edelsteinperlen gibt es als Quader, Buttons, Coins, Ovale und in vielen anderen Formen, die das Leuchten des Steins hervorheben ohne dabei aufdringlich zu wirken.  Wir führen sowohl die dunkle Form, deren Grundfarbe grau ist und meist herrlich blau schillert als auch die weiße Form.

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: