DIY Perlenkette geknüpft

von Sabine Schrödl am 20. September 2014

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Das Knüpfen oder Knoten von Perlenketten bedarf ein klein wenig Übung, schwer zu erlernen ist es jedoch nicht.

Die Vorteile einer solchen Kette liegen auf der Hand. Durch die Knoten verlängert sich die Kette; gleichzeitig gewinnen die einzelnen Perlen Anstand voneinander, was sich zum einen optisch auswirkt, da jeder einzelne Perle ein klein wenig mehr ins Licht gerückt wird. Zum anderen wendet man diese Methode gerne bei besonders teueren oder edlen Perlen an, denn sollte die Kette doch einmal reißen, so verliert man nur eine Perle. Die Liebhaber geknoteter Perlenketten werden auch nicht müde zu beteuern, dass sie sich bei weitem schöner an den Hals schmiegen als mit Stahlseide gefertigte Ketten.

Bei dem vorgestellten Schmuckprojekt habe ich mich für einen Strang mit länglichen Zuchtperlen entschieden, die hellgrau eingefärbt wurden und zugleich einen sehr interessanten Rainboweffekt haben; schaut man genauer hin, so schimmern sie in allen Farben des Regenbogens.

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Obwohl die Perlen durch ihre uneinheitliche Form schon interessant genug sind, fehlte mir noch das gewissen Etwas. Ein Akzent, der das Schmuckstück interessant macht und über die normale klassische Perlenkette erhebt ohne allzu aufdringlich zu wirken. Daher fand ich die Swarovski Kristallperlen ideal, um sie mit den Süßwasserperlen zu kombinieren. Erst dachte ich an die Farbe „Black Diamond“, doch beim Zusammenstellen gefielen mir die Perlen in Crystal und AB-bedampft bei weitem besser. Sie drängen sich nicht so nicht in den Vordergrund, sondern setzen kleine Blitzlichter bei entsprechendem Lichteinfall und lassen das Schmuckdesign sehr raffiniert  wirken.

Soviel zur Auswahl der verwendeten Perlen. Da Zuchtperlen noch recht leicht sind, habe ich mich für einen olivenförmigen Magnetverschluß entschieden, der ein leichtes An- und Ablegen der Kette gewährleistet. Selbstverständlich sind alle unsere angebotenen Schmuckzubehörteile aus nickelfreiem Metall gefertigt. Desweiteren sind sie auch von allen anderen belastenden Materialien wie Blei frei und zertifiziert.

Ein Fehler ist mir dennoch unterlaufen – die Perlseide hätte ruhig stärker im Durchmesser sein dürfen, da die Zuchtperlen erstaunlich große Fädellöcher haben und die Knoten so nicht ganz so erkennbar sind. Die Perlseide auf Kärtchen bietet sich gut an, da bei ihr schon eine feine Perlnadel integriert ist, durch die man auch durch ganz feine Perlenkanäle durchkommt. Auch wenn meine nun sehr groß waren…

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Zu Beginn wurden eine Swarovski Perle, eine Zuchtperle und ein Teil des Magentverschlusses aufgefädelt und bis fast ganz nach hinten des Faden geschoben. Dann wird wieder durch die erste Perle, also die Zuchtperle zurüchgefädelt und ein erster Knoten hinter der Zuchtperle geknüpft. Hierbei handelt es sich um einen ganz normalen Knoten.

Die Kunst beim Perlenknüpfen besteht darin, dass der Knoten möglichst eng an der Perle sitzen soll. Kein leichtes Unterfangen. Wertvolle Hilfe leistet da eine spitze Nadel oder ein Bead Reamer. Mit ihm fährt man in den noch offenen Knoten und kann diesen so ganz nah an die Perle schieben und die Nadel dann vorsichtig wieder hinausziehen, wenn man die Schlinge des Knoten zuzieht.

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Das Knoten will ein wenig geübt sein, vor allem das enge an die Perle knoten. Erstaunlicherweise funktioniert es bei kleinen Perlen zunächst bei weitem besser als bei großen Perlen. Daher würde ich Ihnen raten, sich erst mit etwas feineren Perlen zu beschäftigen, wenn Sie diese Technik erlernen möchten.

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Doch weiter zu unserer Halskette. Nachdem der erste Knoten hinter der Zuchtperle sitzt, fädelt man durch die Swarovskiperle und verknotet nun die beiden Fäden miteienander hinter dieser Perle. Es können gerade bei so feiner Perlseide ruhig zwei oder drei Knoten sein, damit dieser auch hält. Dieser Knoten kann nachdem alle Perlen aufgenüpft sind gut mit ein klein wenig Bead Glue, Sekundenkleber oder auch farblosen Nagellack zusätzlich fixiert werden. Das kürzere Ende, d.h. das Ende an dem nicht unsere Perlennadel sitzt kann nun gekappt werden.

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Nun wird jede Perle der Reihe nach aufgefädelt und hinter jeder ein Knoten gemacht. Hier sollte man ruhig und konzentriert arbeiten, denn ist so ein Knoten erstmal festgezurrt, so läßt er sich nicht mehr lösen. D.h. ein Fehler in der Perlenabfolge hat unweigerlich zur Folge, dass die Kette noch einmal komplett aufgetrennt werden muss – ein ärgerliches Unterfangen, welches es zu vermeiden gilt.

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Aufpassen heißt es, wenn man zum Ende der Kette gelangt, denn die letzten beiden aufgefädelten Perlen werden zunächst nicht verknotet. Stattdessen wird ganz zum Schluß das noch fehlende Teil des Magnetverschlusses aufgenommen und die Perlnadel wieder durch die letzte Perle, also eine Zuchtperle gefädelt und verknotet.

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Dann wird der Faden auch durch den Swarovskikristall wieder zurückgeführt und ebenfalls verknotet, Auch hier kann man wieder ein paar mehr Knoten machen, bevor man die Perlseide an dieser Stelle mitsamt der Nadel abschneidet. Und damit ist sie fertig, das kleine Prachtstück!

 

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